Projekttag: Umwelttag

Umweltprojekttag an der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule

Eine langjährige Tradition im Herbst die mit

vielen bunten Aktionen gefüllt ist.

 

Wer bei Umweltschutz nur an „die Grünen“ und langweilige Ermahnungen zum Umdenken in unserer verschwenderischen Gesellschaft denkt, dem wollen wir einige Aktionen des Umweltprojekttages der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule vorstellen und zur Nachahmung empfehlen.

 

Die Vielfalt zeigt sich schon in den Themen. Renaturierung von Steinbrüchen, Schokoladentest und fairer Handel, Erkundung der herbstlichen Tier- und Pflanzenwelt vom Wasser aus, Besuch eines Schäfers und seiner Schafherde, der Einfluss des Menschen auf das Ökosystem Wasser, Umweltschutzaufgaben der Feuerwehr, Kennzeichen und Nutzung von Streuobstwiesen oder das Zusammenspiel von Wald und Boden waren nur einige Projektthemen.

 

Drei achte Klassen machten sich mit ihren Klassenlehrern auf den Weg zur Firma Dyckerhoff. Bei einer Führung über das Werksgelände standen insbesondere verschiedene Emissionswerte und die Renaturierungsmaßnahmen zur Diskussion. Die Schüler waren beeindruckt von der Größe des Geländes, der Größe der Eingriffe in die Natur und den umfangreichen Maßnahmen, die zum Ausgleich der Schäden ergriffen werden. Ein Schüler bemerkte: „Ich hätte nie gedacht, dass so viele Pflanzen auf ehemaligem Steinbruchgelände wieder wachsen.“

 

Wie Schokolade hergestellt wird, was gute Schokolade ausmacht und wie man durch ihren Kauf auch noch Kleinbauern unterstützen kann, fanden die Schülerinnen und Schüler einer 7ten Klasse heraus. Sie verkosteten und bewerteten blind sechs Schokoladensorten, wobei sie merkten, dass sie ihre Lieblingssorte „M….“ nicht eindeutig identifizieren konnten und dass Schokolade, die einen hohen Anteil an Schokolade enthält eher hart ist und bitter schmeckt.

Ein Aktionsspiel zum Thema Schokolade bei dem z.B. ein Werbeslogan für fair gehandelte Schokolade entwickelt werden musste ließ den Tag für Schüler und Lehrer interessant und spannend ausklingen.

 

Eine 10te Klasse verschlug es auf die Werse. Vom Kanu aus erkundeten sie die herbstliche Tier- und Pflanzenwelt. Sie waren begeistert davon, aktiv etwas in der Natur zu unternehmen und stolz auf das gute Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe. Viele unterschiedliche Vögel konnten beobachtet werden und die Faszination für die Natur entdeckt. Ein guter Guide, den man alles fragen konnte, sorgte dafür dass den Schülern bewusst wurde, wie der Mensch die Natur einerseits nutzt z.B. für die Erholung und die Energiegewinnung und andererseits belastet durch seinen Lärm, seinen Müll und seine  Umweltverschmutzung.

 

Ein anderes Wassererlebnis verschafften sich zwei Klassen im Sea Life in Oberhausen. Sie waren besonders beeindruckt von den außergewöhnlichen Meerestieren, wie z.B. den Haien, dem Seewolf und den Rochen. Es bleibt zu hoffen, dass der Einfluss des Menschen auf das Ökosystem Wasser nicht zu deren Lebensbedrohung wird.

 

Mit dem Boden auf und von dem wir alle leben setzten sich zwei 7te Klassen auseinander. Sie erlebten das Ökosystem Wald, sammelten vom Boden Proben verschiedener Blätter und Früchte und aus dem Boden Proben verschiedener Lebewesen. Ein wenig ekelig, aber vor allem spannend waren die Untersuchungen und Bestimmungen der Naturschätze. Das praktische und selbständige Handeln hat den Schülerinnen und Schülern besonders gefallen.

Einem ganz anderen Umweltaspekt widmete sich eine 6te Klasse. Was passiert eigentlich bei Umweltkatastrophen? Die Umweltschutzaufgaben der Feuerwehr erklärte Herr Hartwig Hübner den Schülerinnen und Schülern.

 

Selbstverständlich wurden auch die Feuerwehrfahrzeuge unter die Lupe genommen und gelernt, wie man sich im Alarmfall z.B. in der Schule richtig verhält und wo denn überhaupt Feuerlöscher zu finden sind. Das musste alles erst einmal verdaut werden und so gab es zur Unterstützung ein leckeres Frühstück. Anschließend wurde in entspannter Stimmung das Wissen erfolgreich getestet.

 

Eine 6te Klasse nutzte den Umweltprojekttag um einen echten Schäfer und seine Bentheimer Schafherde zu besuchen. Sie trafen ihn im herbstlichen Nebel am Hermannsweg an. Sie lernten nicht nur die Schafrasse, sondern auch den Esel Eckhard kennen. Der Schäfer erzählte ihnen viel Spannendes von seinem ungewöhnlichen Leben. Anschließend setzten sich die Schülerinnen und Schüler tatkräftig mit der Wolle der Schafe auseinander. An der Tecklenburger Sägemühle wurde unter großen Kraftaufwand die Schafwolle gekämmt, damit sie dann mit viel Seifenlauge zum Filzen benutzt werden konnte. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn es entstanden viele schöne Filzblüten.

 

Die Sägemühle war auch das Ziel einer anderen 6ten Klasse. Sie wollten sich mit dem Thema Streuobstwiesen auseinandersetzen. Sie erfuhren nicht nur, dass eine Streuobstwiese für viele Pflanzen und Tiere ein Lebensraum ist, sondern übten sich in praktischer Apfelwiesenarbeit.

Es wurden Äpfel gepflückt, vom Boden gesammelt, mit einer Schubkarre abtransportiert.

In der Sägemühle mussten die Äpfel gewaschen, klein geschnitten, geschreddert und ausgepresst werden ehe endlich der begehrte Apfelsaft entstand. Dieser wurde als Belohnung zum mitgebrachten Picknick verzehrt. So viel Action hat allen Kindern gut gefallen. Die ungewohnten Maschinen, das Schubkarrenfahren und auch das „Augäpfelchensuchen“ hat nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

 

Was will man mehr an einem Umweltprojekttag?

 

Impressum